(Kevlar®, Nomex®, Twaron®)
Aramide (Aromatische PoIyamide) gibt es in zwei verschiedenen Molekularstrukturen, der Para- und der Metastruktur. High-Modulus-Fasern sind zusätzlich mechanisch gereckt.
Para-Aramid wird hauptsächlich in der Kunststoffverstärkung und in der Ballistik eingesetzt. Mit PTFE- oder Silikon-Beschichtung werden Aramidfasergewebe, auf Grund ihrer guten Zugfestigkeit, Wechselbiegebeständigkeit und ihrer Temperaturbeständigkeit, für Transportbänder, Gleitschürzen in Textilkompaktoren, zur Kantenverstärkung bei PTFE-Glasgewebe-Transportbändern und für die Herstellung von Weichstoffkompensatoren eingesetzt.
| Aramidtypen | Parastruktur | Metastruktur | ||
| Standard Modulus | High Modulus | |||
| Spezifisches Gewicht | g/cm³ | 1,44 | 1,45 | 1,38 |
| Zugfestigkeit | Mpa | 2800 | 2800 | 610 |
| E-modul | MPa | 59000 | 127000 | 17000 |
| Bruchdehnung | % | 4 | 2,2 | 15-30 |
| Zersetzungstemperatur | °C | 550 | 550 | 370 |
| Wärmeleitzahl | W/mK | 0,04 | 0,04 | |
| Herstellerbezeichnung | Du Pont | Kevlar®29 | Kevlar®49 | Nomex® |
| Akzo | Twaron® | Twaron®HM | ||
Meta-Aramid findet, wegen seines textilen Charakters, auch als Stapelfaser in flammabweisenden Textilien Verwendung. Gewebe aus Meta-Aramidfasern werden von uns als Transportband- und als Randein-fassungs- und Verstärkungsmaterial für Transportbänder verwendet. Für die Beschichtung mit PTFE oder Silikon werden Gewebe aus diesen Fasern seltener eingesetzt, da abstehende Fasern nach dem Beschichten eine sehr rauhe Oberfläche ergeben und die große Dehnung bei den meisten Anwendungen unerwünscht ist.
Die hohe Zugfestigkeit und der hohe E-Modul der High-Modulus- und Standard-Modulus-Typen ergeben, zusammen mit der niedrigen Dichte der Aramide, hervorragende spezifische, gewichtsbezogene Eigenschaften. Aramide sind gute Isolierwerkstoffe und weisen eine gute dielektrische Konstante auf.
Aramide sind entflammbar, verlöschen jedoch von selbst, wenn die Feuerquelle entfernt wird. Die Fasern schmelzen nicht und weisen eine gute flammhemmende Wirkung auf. Bei hohen Temperaturen beginnen Aramide zu verkohlen. Nach mehrtägiger Belastung der Fasern mit Temperaturen um 250°C, beträgt die Restzugfestigkeit noch 50%. Aramide haben eine geringe Wärmeausdehnung und -leitfähigkeit.
Aramide sind gut beständig gegen Lösungsmittel, Schmiermittel und Salzwasser. Von einigen starken Säuren und Laugen werden die Aramide jedoch beeinträchtigt. Gegen Pilze und Bakterien sind sie widerstandsfähig.

